Wenn draußen Grau ist, braucht es drinnen einen Gegenpol
In diesen Wochen hört man es überall. In Hotels, in Restaurants, in Gesprächen zwischen Gästen, Kunden und Kollegen. Die Menschen sagen, dass die Sonne fehlt. Dass es sich anfühlt, als würde der Himmel seit Wochen nicht richtig aufmachen. Dass alles irgendwie schwerer ist. Das ist kein Zufall und auch keine bloße Stimmungsschwankung. Unser Körper und unser Nervensystem reagieren direkt auf Licht, auf Helligkeit und auf die Art, wie ein Tag sich anfühlt. Wenn es draußen trüb ist, produziert der Körper weniger Serotonin, jenes Hormon, das mit Zuversicht, Antrieb und innerer Stabilität verbunden ist. Gleichzeitig steigt der Melatoninspiegel, der uns müde und schwer macht. Das ist der Grund, warum Menschen in dunklen Phasen langsamer werden, sich zurückziehen, weniger lachen und weniger Lust auf Begegnung haben. Man bleibt häufiger zuhause, man sagt Termine ab, man fühlt sich schneller erschöpft. Das ist keine Charakterschwäche, sondern Biologie. Gerade deshalb verändern sich in solchen ...