Der größte Fehler beim Duftmarketing ist nicht der Duft.

Wenn Hotels beginnen, über Duft nachzudenken, startet die Diskussion fast immer bei der falschen Frage. Man spricht über Zitrus oder Holz, über frisch oder warm, über elegante oder leichte Noten. Das wirkt logisch, ist aber eigentlich der letzte Schritt und nicht der erste.

Der Duft selbst ist selten das Problem. Viel häufiger fehlt der Blick auf den Raum. Ein Duft funktioniert nie isoliert. Er wirkt immer gemeinsam mit Architektur, Materialien, Licht, Geräuschen und der Stimmung, die ein Haus ausstrahlt. Eine großzügige Lobby mit viel Glas und Stein braucht etwas völlig anderes als ein Spa mit gedämpftem Licht. Ein alpines Hotel erzählt eine andere Geschichte als ein urbanes Boutiquehotel. Wenn man das nicht mitdenkt, bleibt Duft immer nur Dekoration.

Wir erleben deshalb immer wieder zwei Arten von Anfragen. Die einen suchen einfach einen angenehmen Duft und ein Gerät, das man irgendwo aufstellt. Das ist völlig legitim, aber ehrlich gesagt nicht der Teil unserer Arbeit, der uns besonders reizt. Wirklich spannend wird es für uns, wenn ein Betrieb beginnt, über Atmosphäre nachzudenken. Wenn die Frage nicht lautet „Welcher Duft ist schön?“, sondern „Wie soll sich unser Haus anfühlen, wenn ein Gast hereinkommt?“.

Genau dort beginnt unsere Arbeit bei DUFTERLEBNIS. Wir entwickeln keine Düfte für Räume, sondern Düfte für Orte mit einer Geschichte. Für Häuser, die eine Stimmung transportieren möchten und verstehen, dass Atmosphäre nicht zufällig entsteht. Wenn ein Hotel so denkt, entsteht automatisch ein Gespräch auf Augenhöhe – und daraus meist ein Duft, der nicht nach Raumduft riecht, sondern nach genau diesem Haus.



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